Topfbrot – Das gelingt auch Anfängern

Ja ich weiß, diese ganze Brotbackerei kann ganz schön einschüchternd sein. Viele haben Angst vor Sauerteig, lebende Organismen und so weiter. Und dann das ganze Equipment und die vielen Fachwörter: Backstein, Gärkorb, Wirken, Schwaden was weiß ich nicht alles. Für alle, die keine Lust haben sich erstmal jahrelang einzulesen und teures Werkzeug zu kaufen, ist dieses Brot gedacht. Es gelingt hundertprozentig und schmeckt spektakulär gut. Alles was man braucht ist ein Topf aus Gusseisen und ein bisschen Geduld. Das Rezept ist – wie könnte es anders sein – vom Plötzblog.

Einfaches selbstgebackenes Brot aus dem Topf mit Weizen und ohne Sauerteig

  • 280 g Weizenmehl 1050
  • 175 g Wasser
  • 6 g Salz
  • 3 g Frischhefe
  • 420 g Weizenmehl 550
  • 280 g Wasser
  • 8 g Salz
  • 4 g Frischhefe
  • Brotgewürz nach Belieben (z.B. Fenchel, Kümmel, Koriander, Anis)

Einfaches selbstgebackenes Brot aus dem Topf mit Weizen und ohne Sauerteig

  1. 2-3 Tage vorm Backtag: 280 g Weizenmehl 1050 und 175 g Wasser, 6 g Salz und 3 g Frischhefe mit einem Löffel verrühren bzw. verkneten bis eine kompakte Masse entsteht. Abdecken und eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann für 2 – 3 Tage in den Kühlschrank stellen. Das lange Warten ist wichtig, weil sich dabei ein toller Geschmack entwickelt.
  2. Am Backtag 420 g Weizenmehl 550 und 280 g Wasser heiß aus der Leitung verrühren und 1 Stunde quellen lassen.
  3. Dann das gequollene Mehl, den Vorteig aus dem Kühlschrank und weitere 8 g Salz und 4 g Frischhefe und wer mag etwas Brotgewürz 5 Minuten mit dem Knethaken der Küchenmaschine auf kleinster Stufe kneten, dann nochmal 4 Minuten auf zweitkleinster Stufe.
  4. Den Teig abgedeckt 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen, dabei alle 30 Minuten mit einem Löffel unter den Rand des Teiges fahren und den Teigrand nach oben ziehen und wieder in die Mitte fallen lassen. So wird der Teig insgesamt ein bisschen straffer.
  5. Inzwischen schon mal den Ofen mitsamt dem Gusseisen-Topf auf 250 Grad vorheizen und eine große Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch auslegen und einen Esslöffel Mehl hineinstreuen.
  6. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche in eine runde Form bringen, dazu die Ränder zur Mitte hin einklappen. Den Laib in die Schüssel setzen und nochmal 30 Minuten gehen lassen.
  7. So, jetzt aufpassen dass man sich nicht die Finger verbrennt: Den heißen Topf aus dem Ofen holen und den Teig hineinplumpsen lassen. Deckel wieder aufsetzen und vorsichtig zurück in den Ofen.
  8. Die Ofentemperatur auf 230 Grad reduzieren und 35 Minuten backen lassen. Dann den Deckel abnehmen und weitere 10 Minuten backen lassen.
  9. Vorsichtig aus dem Ofen holen, das Brot aus dem Topf stürzen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
  10. Mjammm!!!

Einfaches selbstgebackenes Brot aus dem Topf mit Weizen und ohne Sauerteig

Einfaches selbstgebackenes Brot aus dem Topf mit Weizen und ohne Sauerteig

11 Gedanken zu “Topfbrot – Das gelingt auch Anfängern

  1. Vor längerer Zeit lebte bei mir auch mal eine Sauerteigkultur. Hatte den Nachteil, dass ich den bei der richtigen Temperatur führen und regelmäßig etwas davon verbacken musste. Inzwischen habe ich fertigen Sauerteig in Pulverform entdeckt, den man so einfach wie Trockenhefe verarbeitet. Schnell, einfach und praktisch. LG, Silke

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  2. 40% des Mehles zum Pâte fermentée verarbeitet…das gibt mit Sicherheit ein tiefschichtiges und vielseitiges Aromen-Spiel. Sehr schönes Rezept. Nachback-freundlich und auf das Wesentliche konzentriert. So funktioniert Slow-Food ;0)

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  3. Ich wollte mich ja eigentlich an dein „Brot im Topf“ trauen, aber da bin ich schon am Sauerteig gescheitert 😦 Woher bekomme ich den nur so schnell, bevor mich Courage & Motivation verlassen? Dann bin ich über das hier gestolpert und da ich gerade ein Päckchen fr. Hefe im Kühlschrank liegen habe, das sehr wahrscheinlich irgendwann im Müll gelandet wäre, weil die Kombi von C & M fürs Brotbacken nicht so häufig bei mir anklopft, nutze ich jetzt die Gunst der Stunde!

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