Ginger Bug

So Freunde, heute geht es um Fermentation, genauer gesagt um einen Ginger Bug! Vom Prinzip her muss man sich das Ganze vorstellen wie Sauerteig: Ein Ginger Bug ist ein Ansatz aus Wasser, Ingwer und Zucker, der regelmäßig gepflegt werden muss, und dafür immer bereit steht, um leckere Limonade zu machen. Ingwer und Zucker fermentieren vor sich hin und produzieren dabei Kohlensäure. Wenn man dann etwas von dem Ingwer-Zucker-Wasser zu einer Limonaden-Mischung hinzufügt und es schafft, noch ein paar Tage abzuwarten, bekommt man selbst gemachte spritzige Limonade wie zum Beispiel Ginger Beer, so gut, wie man es überhaupt nirgends zu kaufen bekommt. Ist das nicht der Knaller?
Aber ganz von vorne: Als allererstes braucht man eine große Ingwerwurzel, am besten in Bioqualität und braunen Zucker, dazu ein großes Einwegglas, sicherheitshalber gleich 1 Liter groß. Da hinein kommt klein gehackter Ingwer, Zucker und Wasser, jeden Tag ein bisschen davon. Nach ein paar Tagen bilden sich die ersten Bläschen, jetzt noch ein paar Tage warten bis er wirklich sichtbar blubbert, das heißt alle paar Sekunden Bläschen aufsteigen und zerplatzen. Dann kann es losgehen. Auf 3 Liter gezuckerte Flüssigkeit nehme ich 150 ml Ingwer-Ansatz. Mischen, in Flaschen abfüllen und 2-3 Tage warten, fertig ist die selbstgemachte Limo. Ein Knaller, habe ich ja schon gesagt. Das ist auch übrigens wörtlich gemeint, denn die selbstgebraute Limo kann Glasflaschen zum explodieren bringen. Deshalb – auch wenn es nicht so schön aussieht – das Gebräu lieber in PET-Flaschen abfüllen.

 

 

Für den Ginger Bug

  • Ein große Wurzel Bio-Ingwer
  • eine Packung brauner Zucker
  • Wasser

Selbstgemachter Ginger Bug um Limonade selbst mit Fermentation zu brauen

  1. Bio-Ingwer nicht schälen, aber gründlich waschen.
  2. 50 g Ingwer klein hacken, zusammen mit 50 g Zucker in eine großes Einmachglas geben, mit etwa 500 ml Wasser auffüllen, durchschwenken und über der Öffnung des Glases einen Bogen Küchenrolle mit Haushaltsgummi zur Fliegenabwehr befestigen.
  3. Jeden Tag einen Esslöffel gehackten Ingwer und 1 EL braunen Zucker zugeben.
  4. Nach ein paar Tagen bilden sich die ersten Bläschen,
  5. Nach ein paar Tagen mehr kann man dabei zuschauen, wie alle paar Sekunden ein Bläschen an die Oberfläche steigt und zerplatz.
  6. Brautag! Durch ein feines Sieb die gewünschte Menge an Ingwer-Ansatz abgießen.
  7. Den Ansatz mit etwas Wasser auffüllen und wie vorher weiterpflegen bis zum nächsten Einsatz. Falls im Glas die Ingwerstücke irgendwann zu viel werden, kann man einfach einen Teil davon entsorgen.
  8. Wer keine Lust mehr hat, den Ansatz weiterzupflegen, kann das Glas auch einfach in den Kühlschrank stellen. Dort hat er bei mir schon 6 Wochen ohne jegliche Aufmerksamkeit überlebt. Dann einfach wieder rausholen, wieder täglich Ingwer und Zucker zugeben und nach ein paar Tagen blubberts schon wieder.

 

 

3 Gedanken zu “Ginger Bug

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