Heidelbeerkuchen mit Tonkabohne und Buchweizen

Seit dem letzten Südtirol-Urlaub suche ich nach einem tollen Kuchen mit Buchweizen: gar nicht so leicht zu finden. Denn Buchweizen schmeckt zwar super lecker nussig, hat aber leider keine guten Backeigenschaften. Im Buch „Richtig gut backen“ von Christian Hümbs habe ich dann den entscheidenden Trick gefunden: In Standard-Teigen kann man Mehl nicht einfach durch Buchweizenmehl ersetzen, da es anders als zum Beispiel Weizenmehl kein Gluten enthält. In einem Teig wie dem folgenden, in dem das Eiweiß für Bindung und Backtrieb sorgt, funktioniert der leckere Buchweizen dafür super.

Heidelbeerkuchen mit Tonkabohne und Buchweizen

Für eine Springform von 26 cm Durchmesser:

Für den Tonkabohnen-Pudding:

  • 3 Eigelb
  • 90 g Zucker
  • eine halbe Tonkabohne
  • 20 g Stärke
  • 200 g Milch
  • 200 g Sahne

Für den Buchweizenteig:

  • 150 g Butter
  • 100 g Buchweizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 250 g Zucker
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Eiweiß (von ca. 8 Eiern, Größe M)

Für die Streusel:

  • 50 g Buchweizenmehl
  • 150 g Weizenmehl 405
  • 100 g brauner Zucker
  • 120 g kalte Butter in Flöckchen

Und natürlich:

  • 300 g Heidelbeeren

Heidelbeerkuchen mit Tonkabohne und Buchweizen

1. Der Tonkabohnen-Pudding lässt sich am besten schon am Tag vorher zubereiten. Dazu in einer Schüssel die drei Eigelb, Stärke und einen Esslöffel vom Zucker mit dem Schneebesen glatt rühren.

2. Sahne, Milch, den restlichen Zucker und etwa eine halbe fein geriebene Tonkabohne in einem Topf zum Kochen bringen. Dann die kochende Mischung langsam zu den Eigelben gießen, dabei feste rühren. Die Masse zurück in den Topf geben und zwei bis drei Minuten kochen lassen, auch hier: rühren rühren rühren.

3. Den Pudding in eine kalte Schüssel umfüllen, Klarsichtfolie direkt auf den Pudding legen, abkühlen lassen und bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank stellen.

4. Am nächsten Tag den Ofen auf 180 Grad vorheizen und eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.

5. Für den Buchweizenteig die 150 g Butter vorsichtig schmelzen aber keine Farbe annehmen lassen. Etwas abkühlen.

6. Buchweizenmehl, Mandeln, Backpulver und die Prise Salz in einer Schüssel mischen, dann erst die noch flüssige Butter, dann die zimmerwarmen Eiweiß untermischen, bis ein glatter, recht flüssiger Teig entsteht.

7. Für die Streusel die beiden Mehlsorten mit Zucker und den Butterflöckchen am besten mit den Händen zu Streuseln verkneten.

8. Den Buchweizenteig in die Springform geben, dann Heidelbeeren und Streusel darauf verteilen. In den Ofen schieben und 25 Minuten backen.

9. In der Zwischenzeit den Pudding noch einmal mit einem Schneebesen glatt rühren und in einen Spritzbeutel mit runder Lochtülle füllen.

10. Nach den 25 Minuten die Springform aus dem Ofen holen und den Pudding im Abstand von 2 cm in den Teig spritzen. Dabei darauf achten, dass nicht zu viel Pudding wieder aus dem Kuchen herausquillt.

11. Den Kuchen weitere 30 Minuten backen, bis er schön goldbraun ist.

12. Mjamm!!!

Heidelbeerkuchen mit Tonkabohne und Buchweizen

3 Kommentare

  1. Dein Rezept klingt super lecker! 🙂 Ich hätte mal eine Frage zur Tonkabohne. An die habe ich mich nämlich noch nicht rangetraut ^^ Wonach schmeckt sie denn? Und du hast in deinem Rezept ja nur eine halbe verwendet. Bringt denn selbst eine so kleine Menge schon genug Geschmack mit sich?
    Viele Grüße, Jessi 🙂

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    1. Dankeschön! 😊
      Tonkabohne geht vom Geschmack sehr in die Vanille-Richtung, mit einem Touch Amaretto-Aroma. Sehr lecker, aber auch sehr intensiv, so dass eine halbe Bohne für mich locker reicht. Zu viel sollte man davon eh nicht nutzen, da ist nämlich wie in Zimt ein Stoff drin, der in größeren Mengen gesundheitlich nicht optimal ist. In kleinen Dosen aber toll. 😊
      Viel Spaß beim ausprobieren!
      Lg
      Heidi

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